Theaterplatz 1
09111 Chemnitz
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Carlfriedrich Claus (1930–1998) gilt als Mitbegründer der visuellen Poesie und wird heute international hoch geschätzt. Er schuf kleinformatige, filigrane Arbeiten auf Transparentpapier, das er beidseitig dicht bezeichnete und beschrieb, sodass die Linien Netze und Überlagerungen bilden und Figuren oder Landschaften ahnen lassen. Nicht lesbar im eigentlichen Sinne des Wortes, betrachtete Carlfriedrich Claus selbst diese Blätter, die er Sprachblätter nannte, als ein Randgebiet der Literatur. Parallel dazu entstand ein akustisches Werk: asemantische Lautprozesse, die er auf Tonträgern speicherte. Innerhalb der vorgegebenen Grenzen sozialistischer Kunst fand sich für dieses hochkomplexe Werk kein Platz, sodass ihm in der DDR eine öffentliche Resonanz weitgehend versagt blieb. Erst in den Jahren nach der politischen Wende 1989/1990 wurden dem Künstler zahlreiche, zum Teil hohe Ehrungen zuteil. Er war Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, und neben namhaften Kunstpreisen wurden ihm eine Ehrenprofessur des Freistaates Sachsen und das Bundesverdienstkreuz verliehen.
carlfriedrich claus archiv
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Di–Mi 10–12 Uhr & 13–18 Uhr
nach Voranmeldungkunstsammlungen chemnitz
Veranstaltungen: „Carlfriedrich Claus Archiv Chemnitz“
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Dauerausstellung