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Klassenzimmerstück nach dem Bilderbuch von Tomi Ungerer in einer Bühnenfassung von Christoph Levermann | ab 10 Jahren | Wendelsteinkeller
Figurentheaterstück aus der Sicht eines Teddybären, der zum Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges wurde.
Otto ist ein Teddybär. Er ist alt und stumm. Er hat viel erlebt und wanderte durch viele Hände. Die Zeit hinterließ Spuren auf seinem Körper. Seine Löcher, Flecken und Narben erzählen viele Geschichten. Um sie nicht zu vergessen, hat Otto sie aufgeschrieben – in seiner Autobiografie. Zum Beispiel die Geschichte von David und Oskar. Zwei Freunde, die durch einen gelben Stern voneinander getrennt wurden. Als die uniformierten Männer verlangten den Teddybären zurückzulassen, begann eine lange Reise. Eine Reise durch Krieg und Verlust, über ein großes Meer bis nach Amerika. Otto wurde gefunden und verloren, zum Retter und zum Opfer, begegnete Freundlichkeit und Grausamkeit. In diesem Stück für das Klassenzimmer werden die geschriebenen Worte lebendig. Sie formen sich zu Figuren, zu Ausschnitten und Bildern und machen Geschichte
erlebbar. Die Sicht des Teddybären als Zeitzeuge des 2. Weltkrieges ermöglicht einen ersten behutsamen Zugang zu den schrecklichen Ereignissen während der Judenverfolgung im Nationalsozialismus. Die theaterpädagogische Nachbereitung im Anschluss an die Vorstellung öffnet den Raum für Fragen und Austausch und lädt dazu ein, Empathie zu entwickeln und Erinnerungskultur zu fördern.
Diese Inszenierung enthält Darstellungen sensibler Inhalte zu Kriegs- und Fluchterfahrungen. In dieser Inszenierung sind laute Alarm- und Sirenensignale und ein Schuss zu hören.
Besetzung
Inszenierung: Christoph Levermann
Regieassistenz: Paul Moll
Bühne, Kostüm & Flachfiguren: Melanie Kintzinger
Puppenbau Teddybär: Claudia Goetz
Dramaturgie & Theaterpädagogik: Franziska Till
Spieler: Konrad Bruno Till
Dauer: 45 MinutenQuelle: Schlösserland SachsenQuelle: Kulturkalender Dresden