Ausstellungen

Ganz in Weiß? Historische Brautmode aus Plauener Spitze

Fabrik der Fäden

Seit dem Ersten Weltkrieg, nach dem Höhepunkt ihrer Beliebtheit, wurde Plauener Spitze in der Frauenmode vor allem als veredelndes „i-Tüpfelchen“ in Form von Kragen, Passen und Ähnlichem verwendet. Jedoch – und nach 1945 besonders auf dem Gebiet der DDR – blieb sie aus der Braut- und Festtagsmode nicht wegzudenken.

Ob selbstgenäht, von der Schneiderin maßangefertigt oder im Fachgeschäft gekauft – viele heute historische Brautkleider wurden in vogtländischen Familien langjährig aufbewahrt, und finden bis in die Gegenwart ihren Weg in die Bestände des Vogtlandmuseums. Dessen Außenstelle, die Fabrik der Fäden, zeigt ab 11. April eine repräsentative Auswahl textiler Sammlungsobjekte und Neuzugänge zum Thema Heirat.

Die Sonderausstellung bietet u.a. Gelegenheit, die Entwicklung der im sächsischen Vogtland zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts bis in die DDR-Zeit produzierten Brautmode nachzuvollziehen. Dabei ist es spannend, etwa der Frage nachzugehen, wie en vogue es heute noch ist, im Brautkleid die Ehe zu schließen, und wie sich auch andere Traditionen rund ums Heiraten erhalten oder verändert haben.