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Allegorien des Lebens
Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang MattheuerDie Ausstellung Allegorien des Lebens. Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer widmet sich den Bildern als Botschaft in der Kunst der DDR. Seit den 1970er Jahren griffen Künstler:innen verstärkt auf klassische Mythen und literarische Stoffe zurück, um mithilfe heroischer Figuren Kritik zu formulieren und gesellschaftliche Fragen zu verhandeln.
Für Wolfgang Mattheuer gilt Die Flucht des Sisyphos (1972) als Auftakt für eine Folge an Werken zu verschiedenen Mythen. Ursula Mattheuer-Neustädt hingegen fand ihre künstlerische Inspiration vor allem in Literatur und Poesie, die sie in eindringlichen, meist schwarzweißen Zeichnungen und Grafiken von nahezu symbolistischem Charakter umsetzte.
Die Lebens- und Arbeitswege von Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer sind eng miteinander verbunden. Sie wurde 1926 im vogtländischen Plauen geboren, studierte 1946 zunächst Architektur an der Staatlichen Hochschule für Baukunst und Bildende Kunst in Weimar und wechselte dann aber nach kurzer Zeit an die Kunstgewerbeschule nach Leipzig. Wolfgang Mattheuer wurde 1927 vogtländischen Reichenbach geboren, absolvierte zunächst eine Lithografenlehre in Reichenbach und besuchte ab 1946 die Kunstgewerbeschule in Leipzig, wo er Ursula Neustädt kennenlernte. Beide studierten ab 1948 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.
Trotz dieser engen persönlichen Verbindung entwickelten sie eigenständige künstlerische Positionen, die sowohl in der DDR als auch im Übergang zum wiedervereinten Deutschland große Resonanz fanden. Sie, die Meisterin der Linie, nutzte für Zeichnungen Feder, Kugelschreiber, Bleistift und weitere Materialien und arbeitete auch in druckgrafischen Techniken wie der Lithografie, Radierung und vereinzelt dem Linolschnitt. Er, der Bildermacher, nutzte für seine Zeichnungen Bleistift, Tusche, Feder und Kugelschreiber und arbeitete früh auch mit druckgrafischen Techniken wie dem Holzschnitt, der Radierung und Lithografie. Sein erstes Gemälde in Öl auf Leinwand entstand 1950.
Die Ausstellung zeigt diese Bandbreite, indem sie nicht nur das 100. Jubiläum von Ursula Mattheuer-Neustädt in 2026 und das von Wolfgang Mattheuer in 2027 würdigt, sondern anhand des jeweiligen Œuvres und fragt nach großen Lebensfragen wie Individuum, Freiheit und Liebe.
In Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig
quelle: kunstsammlungen-chemnitz.de
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Di–So, Feiertag 11–18 Uhr
24./25./31.12. geschlossen
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Eintritt 10 Euro, ermäßigt 6,50 Euro
Preise Sonderausstellungen abweichend: siehe Veranstalterseite
Der Eintritt ins Museum ist immer kostenfrei für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie für Schüler:innen, Besuchende an ihrem Geburtstag, Studierende der TU Chemnitz, Chemnitzpass-Inhaber:innen, Begleitpersonen für Kindergarten- und Schulgruppen (eine Begleitperson je 5 Kinder/Jugendliche), Begleitpersonen von gebuchten Führungen und Betreuer:innen von Schwerbehinderten.