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Nach expressionistischen, futuristischen und dadaistischen Anfängen erfährt das künstlerische Werk von Otto Dix um 1921 eine deutliche formale Beruhigung. Er entwickelt einen eigenständigen, kritischen Realismus, der altmeisterliche Maltechniken mit scharfer Gesellschaftsanalyse verbindet, und wird zu einem der zentralen Protagonisten der Neuen Sachlichkeit. Unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wird Dix als erster deutscher Künstler aus seiner Professur an der Dresdner Akademie entlassen. Gemeinsam mit seiner Familie zieht er sich nach Hemmenhofen am Bodensee zurück und lebt dort in einer Form der Inneren Emigration.
Der Verlust der Großstadt als bislang wichtigste Inspirationsquelle führt zu einer verstärkten Hinwendung zur Landschaftsmalerei. In aufwendiger Lasurtechnik, angelehnt an die altdeutsche Tafelmalerei, entstehen im Atelier komponierte Bilder, in denen Dix mithilfe bedrohlich wirkender Naturmotive das politische Zeitgeschehen reflektiert – zwischen Rückzug, Abgrenzung und Anpassung.
Im Zentrum der Sammlungspräsentation stehen Dix‘ Landschaftsgemälde zwischen 1933 und 1945. Ergänzt wir die Ausstellung mit Gemälden der Neuen Sachlichkeit von Otto Dix, Karl Hubbuch, Georg Schrimpf, Max Peiffer-Watenphul und Gustav Wunderwald
quelle: kunstsammlungen-chemnitz.de
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Di–So, Feiertag 11–18 Uhr
24./25./31.12. geschlossen