Im urbanen Tanz sind „Power Moves“ die Bewegungen, die in Battles eingesetzt werden, um die Konkurrenz und das Publikum zu beeindrucken. Sie zeugen von einer Selbstermächtigung, die auch aus der Kraft des Ausdrucks entsteht und der individuellen Performance eine starke Sichtbarkeit gibt. Auf diese Weise entwickeln die Tänzer:innen eine eigene Kreativität, inkludieren ganz selbstverständlich Fragen nach dem körperlichen Ausdruck von Geschlecht in ihre Performances, mischen verschiedene Stile und schaffen so eine faszinierende Bewegungssprache. Die zeitgenössische Tanzproduktion verbindet diese „Power Moves“ zu einer abendfüllenden Choreografie und schlägt – alleine schon mit dem Titel – ganz nebenbei eine Brücke zum aktuellen Zeitgeschehen, in dem die Darstellung von Macht und Bewegung eine neue Relevanz erhält. Fabien Prioville schloss sein Studium am Centre National de Danse Contemporaine in Angers ab. Er arbeitete mit Édouard Lock in Kanada und wurde 1999 Mitglied des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch. Seit 2006 ist er freischaffender Tänzer und Choreograf und arbeitete u. a. mit Josef Nadj und Davis Freeman. Seine Auftragsarbeiten führten ihn nach New York und Japan. Die Fabien Prioville Dance Company (FPDC) wurde 2010 von ihm und der Kulturmanagerin Alexandra Schmidt gegründet. Seitdem hat die Kompanie jährlich mindestens eine neue Produktion erarbeitet, wobei die meisten Uraufführungen im tanzhaus nrw in Düsseldorf stattfanden. Die Arbeiten der FPDC wurden weltweit erfolgreich auf Tournee gezeigt.
Quelle: Die Theater Chemnitz