Jeder kennt Robin Hood. Aber wer ist ihm schon mal leibhaftig begegnet? Viele Leute behaupten, er sei eine reine Erfindung für Lieder, Bücher und Filme, in Wirklichkeit habe es ihn nie gegeben. Daniel, ein Junge aus Chemnitz, spielt Robin Hood in einem Computerspiel, das sein Vater entwickelt hat. Doch plötzlich steht der Held des Spiels mitten in seinem Zimmer. Die Überraschung ist groß! Daniel fragt sich, wie dieser Mann aus dem Wald von Sherwood in diese Wohnung in Chemnitz kommt? Robin dagegen ist verblüfft über diesen Jungen, der nicht wie er selbst Strumpfhosen trägt, sondern Beinkleider aus einem merkwürdigen Material, die er „Jeans“ nennt. Zwei Tastenklicks weiter ist der Besucher aus dem Mittelalter leider schon wieder verschwunden. Es scheint so, als ob die Programmierung des Spiels noch nicht ganz ausgereift sei, denn bald darauf landet Daniel nun mitten in Robins Welt und erlebt dessen Abenteuer und seinen Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit hautnah mit. Ob er von dort aus je wieder in sein Zimmer zurückfindet und ob er seine Jeans womöglich gegen einen stylische mittelalterliche Strumpfhose eintauscht? Der Komponist Frank Schwemmer und sein Librettist Michael Frowin haben eine spannende, witzige und musikalisch abwechslungsreiche Oper für junges Publikum geschrieben und behandeln damit gleichzeitig auf unterhaltsame Weise die allseits diskutierte Frage, wie sehr Computerspiele für die Spielenden Realität werden können. Das Regieteam um Manfred Weiß bringt diese Geschichte mit dem Solistenensemble, mit Opernchor, Kinder- und Jugendchor, Robert-Schumann-Philharmonie sowie mit tollen Bühnenbildern und Kostümen als unterhaltsames Musiktheater für alle ab 6 Jahren auf die Bühne des Chemnitzer Opernhauses.
Quelle: Die Theater Chemnitz