Lesung / Vortrag / Gespräch
Zwischen Luxus und Moderne Art déco in der Sammlung des Museums für Angewandte Kunst Gera
Do | Henry van de Velde Museum (Villa Esche)-
VORTRAG
Die 1920erund 1930erJahre bilden bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges die Hauptphase des Art déco. Der sich von Frankreich aus verbreitende Stil wird bis heute mit Luxus und Glamour assoziiert. Kostbare Materialien wie Tropenhölzer, Galuchat (Rochenleder) und Perlmutt fanden in der Konsumgüterund Möbelproduktion breite Anwendung. Die Objekte zeigen teils dekorative Elemente, die eklektisch aus verschiedensten Kunstrichtungen und Kulturen entlehnt sind. Zunächst vor allem für eine kaufkräftige Oberschicht geschaffen, waren Erzeugnisse in der Formsprache des Art déco ab den späten 1920erJahren zunehmend weit verbreitet. Dazu trug insbesondere die Entwicklung neuer Fertigungstechniken und Kunststoffe wie des Bakelits bei. So wurde Art déco zu einem Beispiel für eine ursprünglich in der Kunst wurzelnde, ehemals elitäre Formensprache, die von der Industrie aufgegriffen und allgemein zugänglich gemacht wurde.
Referentin: Anne-Kathrin Segler, Leiterin Museum für Angewandte Kunst GeraQuelle: Chemnitzer Veranstaltungszentren