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Die Pop-Up-Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 zeigt Leben und Werk des Fotografen Fred Stein im Exil. Die Präsentation ist vom 1. April bis 4. Juli 2026 in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig zu sehen.
1909 in Dresden geboren, wurde der studierte Jurist Fred Stein (1909–1967) nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 aufgrund antisemitischer Gesetzgebung aus dem Justizdienst entlassen und flüchtete mit seiner Frau Lilo nach Paris. Hier gewann er als Presse- und Porträtfotograf großes Ansehen. 1941 musste Fred Stein nach New York emigrieren. Auch in den USA arbeitete er als Fotograf und konnte seine Karriere fortsetzen. Heute gilt Fred Stein als Pionier der Kleinbildkamera. Mit seiner Straßenfotografie hielt Fred Stein das alltägliche Leben an den Orten seines Exils fest. Mit seinen zahlreichen Porträtaufnahmen wurde er zu einem Dokumentar der deutschsprachigen Emigration. Im Rahmen des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen (Tacheles 2026) zeigen das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek und das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig zwei Ausstellungen zu Fred Stein und organisieren ein gemeinsames Begleitprogramm „Fred Stein – Der Mensch im Fokus“.quelle: dnb.de