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Kabinettausstellung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
23. Oktober 2026 bis 3. Januar 2027
In Kooperation mit dem Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) zeigt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in Leipzig mit der Ausstellung „The Only Material“ ein Projekt über ukrainische Journalist*innen, die unfreiwillig zu Kriegsreporter*innen geworden sind. Die Ausstellung erzählt die Geschichten, die sie ursprünglich recherchieren wollten. Es ist keine Ausstellung über den Krieg, sie handelt von dem, was davor war - und was trotz alledem bleibt.Die Journalist*innen wollten über Gerechtigkeit berichten, über Klima oder Wissenschaft. Aber seit vier Jahren dokumentieren sie nun schon den Krieg. Persönliche Aussagen und Fotomaterial zeigen die Träume von ausgewählten ukrainischen Medienschaffenden auf, die sie einst in den Beruf geführt haben. Heute existieren diese Träume parallel zur harten Realität der Kriegsberichterstattung.
Die Ausstellung „The Only Material“ beleuchtet, wie der journalistische Auftrag durch die großangelegte russische Invasion verändert, aber nicht zerstört wird. Sie hebt die stille Stärke jener hervor, die während der Dokumentation von Zerstörung weiterhin Wahrheit, Würde und demokratische Werte hochhalten.
In der Ausstellung vorgestellte Journalist*innen:
Victoriia Yermolaieva: Chefredakteurin von Hromadske Radio – stammt ursprünglich aus Kertsch auf der Krim; leitet heute Hromadske Radio, das durch die Journalism Trust Initiative (JTI) zertifiziert ist.
Andriy Kramchenkov: Chefredakteur von Suspilne Donbas – leitete zuvor Suspilne Sumy während der Blockade der Stadt und leitet nun den Donbass-Zweig des öffentlich-rechtlichen Senders von Dnipro aus.
Oleksandr Kachura: Internationaler Journalist und Dokumentarfilmregisseur – geboren in Snischne in der Region Donezk; arbeitet nahe der Frontlinie in Druschkiwka und ist Co-Autor von Shreds of War.
Anna Murlykina: Chefredakteurin von 0629.com.ua / Projektmanagerin des Relocated Media Cluster – stammt aus Mariupol und unterstützt Menschen in besetzten Gebieten.
Polina Vernyhor: Reporterin für die Stiftung Come Back Alive – stammt aus Saporischschja und arbeitet in befreiten Gebieten sowie an Frontlinien-Gemeinden.
Die Ausstellung wird am 22. Oktober, 18:00 Uhr im Deutschen Buch- und Schriftmuseum mit einer Performance eröffnet. Aus diesem Anlass reisen drei Reporter*innen aus der Ukraine persönlich an und teilen teils unveröffentlichte Geschichten aus ihrem Berufsalltag.Die Ausstellung wird vom Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) im Rahmen des Hilfsprogramms Voices of Ukraine / SAFE präsentiert, das im Rahmen der Hannah-Arendt-Initiative umgesetzt und vom Auswärtigen Amt unterstützt wird.
Das Programm wird in Zusammenarbeit mit ukrainischen und internationalen Partnern durchgeführt, darunter: The Public Interest Journalism Lab, The Fix Media Foundation, der Verband der unabhängigen Regionalpresseverleger der Ukraine (The Association of Independent Regional Press Publishers of Ukraine), das Lviv Media Forum, der Journalistenverband des Kosovo sowie Women in Media.
Weitere Informationen: theonlymaterial.com, headliner.eu
quelle: dnb.de
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Ausstellungen
Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr
Donnerstag 10–20 Uhr
Feiertage 10–18 Uhr(außer 24.-26. Dezember, 31. Dezember und 1. Januar)
Montag geschlossen -
Eintritt frei