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Zwei Performer*innen, die jeweils ost- bzw. westdeutsche Biografien in sich tragen, begegnen sich auf der Bühne. Was bedeutet es, als Kind eines bestimmten politischen Systems aufzuwachsen? Welche Narrative, Denkweisen, aber auch Sehnsüchte, Brüche und Missverständnisse tragen wir weiter?
In einer performativen Verhandlung wird Stück für Stück die deutsch-deutsche Vergangenheit entblättert und Entwürfe für eine gemeinsame politische Zukunft entworfen. Dies alles nicht als romantisch verklärter oder historisch kritischer Rückblick, sondern als eine sogenannte „Social Fiction“, in der Vergangenheit zu einer utopisch/distopischen Behauptung wird. Zu einer Möglichkeit, zu der wir uns heute verhalten müssen.
„Der Riss“ ist eine künstlerisch-diskursive Stückentwicklung für Jugendliche ab 13 Jahren über den Zusammenhang zwischen politischen Systemen und der eigenen Wahrnehmung von Welt. Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung mit der „Wende“ 1989 – jedoch nicht aus historischer Lehrperspektive, sondern als Auslöser für eine generationsübergreifende und identitätsstiftende Selbstbefragung. Zentral sind dabei die Lebensrealitäten von Familien und Themen der Selbstbestimmung, Care-Arbeit und Erwerbstätigkeit.
In zugespitzten Szenarien entstehen Reflexionsräume, in denen sich das junge Publikum zwischen ideologischen Welten bewegt – stets verbunden mit der Frage: In welchem System will ich leben?
Das Gastspiel findet im Rahmen von pulkPOLIS statt. pulk POLIS wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, durch das Kulturamt der Stadt Köln und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Gastspiel wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.Quelle: Theater der Jungen Welt Leipzig
Termine
- 27.09.2026 18:00 Theater der Jungen Welt Leipzig
- 28.09.2026 10:00 Theater der Jungen Welt Leipzig