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Wir freuen uns Sie auf unserer Ausstellungseröffnung am 13. März 2026 um 18 Uhr begrüßen zu können. Begleitend zu dieser Präsentation gibt es einen Katalog und vielfältige Veranstaltungen.
Der Maastrichter Paul de Wit (1852–1925) war ein Visionär und auf vielen Gebieten ein Pionier. Nach Stationen in Köln und Aachen kam er 1879 nach Leipzig, um in der Musik- und Buchstadt zu wirken. Bald war er ein international geachteter und auch wirtschaftlich erfolgreicher Musikverleger, gleichzeitig gab er ab 1882 als erster Musiker im deutschsprachigen Raum erfolgreich Konzerte mit der Viola da gamba. Besonders stolz war er auf seine seit 1882 zusammengetragene Musikinstrumentensammlung, die er ab 1887 im Bosehaus öffentlich ausstellte, ihrer Wiedereröffnung 1893 wohnte auch der sächsische König bei. Er betrieb eine Restaurierungswerkstatt und einen Instrumentenverleih und ermöglichte als einer der ersten die Aufführung Alter Musik auf Originalinstrumenten auch außerhalb seines Museums.
Paul de Wit starb am 10. Dezember 1925 in seiner Wahlheimat Leipzig. Der Nekrolog wurde zur Grundlage mancher Schilderungen seines Lebens; diese können heute nicht mehr genügen. So ist es nur verständlich, dass es sich eine internationale Arbeitsgruppe aus 28 Fachleuten und zahlreichen Helfern 2020 zur Aufgabe gemacht hat, die Bedeutung Paul de Wits neu zu ergründen, die Kenntnisse über sein Leben und Werk auf den neuesten Stand zu bringen und das gesammelte Wissen in einer Veröffentlichung zu präsentieren. Es handelt sich um ein Forschungs- und Publikationsprojekt mit Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz, Italien, Österreich, Belgien, den Niederlanden, Dänemark, Großbritannien und den USA. Über mehrere Jahre haben diese in ihren Heimatländern in Archiven Dokumente gesucht, gefunden und ausgewertet, Briefe und Fotos aufgespürt, auch bisher nicht bekannte Informationen zur Familie ans Licht gebracht.
quelle: mfm.uni-leipzig.de