Entdeckungen
Internationale Konferenz zum Paul-de-Wit-Festjahr Musik mit alten Musikinstrumenten
– GRASSI Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig
Ausstellungen:
Paul de Wit. Ein Holländer in Klein-Paris
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Themenkomplexe
I) Die Anfänge der Alte-Musik-Bewegung und der
Beitrag der Musikinstrumentensammlungen Die eng miteinander verbundenen Themen richten den Blick auf die Frühgeschichte der Aufführung Alter Musik aus einer besonderen
Perspektive und suchen Antworten auf eine Reihe wichtiger Fragen. Einer der Pioniere war Paul de Wit (1852–1925), der zu diesem Themenkomplex wesentliche Beiträge geleistet hat. In der Anfangsphase war die Alte-Musik-Bewegung eng mit den neu
gegründeten Musikinstrumentensammlungen verbunden, da andernfalls keine historischen Instrumente für Konzertzwecke zur Verfügung standen. Die Geschichte dieser Sammlungen dokumentiert
nicht nur das damalige Wissen und Verständnis über historische Musikinstrumente und der Alten Musik im Allgemeinen, sondern auch einen Lernprozess. Im Detail fehlte vieles noch: Erforschung von
Spieltechniken, Interpretation schriftlicher Dokumente wie Noten und Traktate, Praktiken der Restaurierung von Instrumenten und der Umgang mit restaurierten Instrumenten. Mit dem historischen Abstand
von heute tragen Beiträge aus verschiedenen Ländern dazu bei, uns über diese frühe Zeit einen umfassenden Überblick zu verschaffen.
II) Die Einführung des Normalstimmtons
Die frühen Aufführungen Alter Musik stießen bald auf Probleme im Hinblick auf die Stimmtonhöhe. Die Einführung eines Normalstimmtons im 19. Jahrhundert hatte jedoch in erster Linie wirtschaftliche Gründe.
Nach der Einführung des Diapason Normal in Frankreich im Jahr 1859 wurden in vielen europäischen Ländern unterschiedliche Optionen diskutiert, wobei nationale und internationale Interessen miteinander
konkurrierten. Schon 1858 hatte eine Kommission, die eine allgemeine, weltweite Einführung vorbereitete, nicht nur französische Musikinstitutionen, sondern auch Einrichtungen in Deutschland, England, den Niederlanden, Belgien, Italien und Nordamerika
kontaktiert, um auszuloten, wie eine globale Vereinbarung möglich wäre. Dabei zeigte sich: Reisende Musiker sowie Instrumentenbauer machten ganz andere Erfahrungen und verfolgten andere Interessen als
etwa Opernintendanten, die vor allem auf die Bedürfnisse der Sänger und den Organismus eines vor Ort gewachsenen Orchesters bedacht waren. Diese frühe Phase der Etablierung des genormten Stimmtons aus
einer breiteren Perspektive zu betrachten, soll helfen, Aspekte von Stimmung, Klang und Aufführung zu beleuchten.Wir möchten gerne gemeinsam diskutieren:
Zur Alten Musik im 19. Jahrhundert:
Welche Quellen standen zur Verfügung?
Welche Instrumente wurden genutzt?
Welche Ziele verfolgte man?
Mit welchen Problemen war man konfrontiert?
Wer waren die Pioniere und ersten Spezialisten für die Aufführung
Alter Musik sowie für den Bau und die Restaurierung von
Musikinstrumenten zu diesem Zweck?
Wie waren diese Akteure miteinander vernetzt?
Zur Einführung des Normalstimmtons im 19. Jahrhundert:
Welche Archivmaterialien stehen zur Verfügung?
Wer waren die wichtigsten Verfechter dieser Idee?
Mit welchen Problemen waren sie konfrontiert?Beitragseinreichung
Wir bitten um Vorschläge für bisher noch nicht publizierte Beiträge
zu beiden Themenfeldern. Bitte senden Sie ein Abstract
(max. 400 Wörter) bis zum 01.03.2025 an:
Eszter Fontana: e.fontana@gmx.de
Veranstalter: Institut für Musikinstrumentenforschung „Georg Kinsky“
e.V. und Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig
Themenkomplexe
I) Die Anfänge der Alte-Musik-Bewegung und der
Beitrag der Musikinstrumentensammlungen
II) Die Einführung des Normalstimmtons im
19. Jahrhundertquelle: mfm.uni-leipzig.de