-
Dokumentation (D 2025, ZDF/ARTE, 86 min, Regie: Marcus Fischötter)
Filmvorführung und Gespräch
Mit Regisseur Marcus Fischötter und weiteren Gästen
In Kooperation mit ARTE
Eintritt freiMit ländlicher Idylle hat Landwirtschaft nur wenig zu tun: Die Produktion von Lebensmitteln hat sich in Europa im vergangenen Jahrhundert zunehmend industrialisiert. Marcus Fischötter zeichnet in seinem Film die Entwicklung in Ost- und Westdeutschland sowie im Nachbarland Frankreich nach.
Die Dokumentation setzt in den harten und entbehrungsreichen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg an, als noch Pferde und Ochsen als Zugtiere dienten, und ein Großteil der Arbeit auf den Feldern von Hand erledigt wurde. Dann verfolgt sie, wie der Einsatz von Traktoren, Mähdreschern und Melkmaschinen das bäuerliche Leben ab den 1960er Jahren veränderte. Dabei wird deutlich, dass die Entwicklung in Ost und West sehr unterschiedlich verlief.
Auch in der DDR schritt nach der Kollektivierung der Landwirtschaftsbetriebe die Industrialisierung unaufhaltsam voran. Schon in den 1960er Jahren entstanden gigantische Anlagen, in denen tausende Nutztiere auf engstem Raum gehalten wurden. Die Massentierhaltung sowie der starke Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden schadeten der Umwelt – auch im Westen. Anfang der 1980er Jahre kam es dort zu einer Gegenbewegung. Inspiriert durch die aufkommende Öko-Bewegung entschlossen sich die ersten Landwirte, ganz auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Es war der Beginn des Bio-Booms in der Landwirtschaft, der bis heute anhält.
Im Anschluss an die Filmpräsentation spricht der Regisseur Marcus Fischötter über diese Prozesse und die Entstehung der Dokumentation.
quelle: hdg.de