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Spätdienst in der Psychiatrie – Zum 65. Geburtstag von Wiglaf Droste
Erleben Sie einen Abend mit zwei Freunden Drostes: Marschel Schöne und Ralph Schüller. Schöne, Professor der Kriminologie, liest veröffentlichte und unveröffentlichte Texte des Autors und erzählt Abenteuer mit dem Haudegen. Schüller musiziert dazu. Droste schrieb: Schüller „veröffentlicht seit Jahren Lieder, die zum Feinsten gehören, was man in deutscher Sprache gesungen anhören kann [...] seine Texte zielen auf das Wesentliche, auf den Kern, kreisen es ein […] er liebt, kennt und erkennt das Leben, lebt und feiert es, unaufdringlich musisch und poetisch. Es ist das Leichte, das am schwersten zu machen ist“
Droste (1961-2019), der „Tucholsky unserer Tage“ (Süddeutsche Zeitung) war auf der schreibenden Flucht vor Handwerkern, der Deutschen Bahn, bürgerlichem Mief, Unworten, Nazis und Deutschtümelei. Da mischte sich einer ein, der schmerzlich fehlt. Facettenreich, präzise, wortgewaltig und unerbittlich. Droste saß länger im Knast als Johnny Cash, wählte das Wagnis, wo viele schwiegen. Kunst kommt von Müssen – und so musste dieser Mann, weil er nicht anders konnte, als Schreiben. Für Freund und Feind!
Seien Sie gespannt auf diesen Abend. Und sagen Sie es Ihren Freunden weiter. Und Ihren Feinden.Grafik: Ralph Schüller
Tickets: 15€ + Gebühr (keine Ermäßigung)
Quelle: Neues Schauspiel Leipzig