Maschinendampf und Naturidyll – ein Gegensatz? Nicht in Chemnitz, wo die Robert-Schumann-Philharmonie gemeinsam mit Mitgliedern des Opernchores ihr Publikum erneut zum traditionsreichen Picknick-Konzert in der grünen Oase hinter dem Chemnitzer Industriemuseum begrüßt. Der Ansturm auf die begehrten Rasenplätze in den vergangenen Jahren hat gezeigt, dass die angeblich speziell englische Tradition des „picnic“, die ein gewisser Lord Chesterfield erstmals Mitte des 18. Jahrhunderts erwähnte und als „a merry gathering“ – „eine heitere Versammlung“ umschrieb, zumindest in Chemnitz mit sehr viel Hingabe gepflegt wird. Egal ob einfaches Faltkissen, Picknickdecke, Klappstuhl oder bunt gedeckte Campingtisch-Tafel, ob zwanglos mit bruchsicherem Plastikbecher oder stilvoll mit Champagnerglas: Hauptsache, der Platz ist dort, wo die Musik spielt! Und wenn dann noch der selbstgefüllte Picknickkorb ausgepackt wird, steht einem entspannten Sonntagvormittag nichts mehr im Wege.
Quelle: Die Theater Chemnitz