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Seine kurze, aber äußerst raffinierte sinfonische Dichtung Till Eulenspiegels lustige Streiche entwickelte der große Dirigent und Komponist Richard Strauss aus Libretto-Skizzen zu einem geplanten Opernprojekt, das er allerdings nie zum Abschluss brachte, da ihm die Eulenspiegel-Figur „dramatisch ungeeignet“ erschien. Zu den schönsten Charakterstücken zählen auch Edward Elgars 14 Variationen mit dem Titel Enigma (Rätsel), die dem englischen Komponisten-Autodidakten im Alter von 41 Jahren endlich den Durchbruch zur öffentlichen Anerkennung bescherten. Die 14 Variationen des Themas gehen dabei laut Elgar auf Mitglieder seines Freundeskreises zurück: „Ich habe mir versucht vorzustellen, wie die jeweilige Person die Variation geschrieben hätte – wenn sie dumm genug wäre, zu komponieren.“ Sechs Jahre lang arbeitete Felix Mendelssohn Bartholdy an seinem Violinkonzert in e-Moll mit der revolutionären Anfangssequenz des Soloinstruments, die ihm lange „keine Ruhe ließ“. In diesem filigranen Werk beschwor er den Geist der Klassik noch einmal herauf und schuf so eine Komposition, die bis heute zu den beliebtesten Werken dieser Gattung zählt.
Richard Strauss Till Eulenspiegels lustige Streiche – Tondichtung für großes Orchester op. 28
Felix Mendelssohn Bartholdy Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64
Edward Elgar Variationen für Orchester op. 36 EnigmaQuelle: Die Theater Chemnitz
Termine
- 09.06.2027 19:30 Stadthalle Chemnitz
- 10.06.2027 19:00 Stadthalle Chemnitz