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Gustav Mahler schrieb seine fünfte Sinfonie zwischen 1901 und 1904 in einer sehr intensiven Lebens- und Schaffensperiode. Er galt international als hervorragender Dirigent und war seit mehreren Jahren Direktor der Wiener Hofoper, wo er mit jeglicher Form künstlerischen „Schlendrians" aufräumte. Das kam nicht bei allen im Haus positiv an, erhöhte aber die Qualität der Aufführungen und damit die Akzeptanz beim Publikum deutlich. Die positive Energie, die Mahler durch den Berufsalltag trug, resultierte sicher auch aus seinem erfüllten Privatleben: Im November 1901 lernte er die bezaubernde Alma Schindler kennen und heiratete sie gut ein Vierteljahr später. Kein Wunder, dass ein so besonderes Stück wie das berühmte Adagietto, das er für die fünfte Sinfonie schrieb, aus seiner Feder fließen konnte – ein Schweben der Gefühle, ein Satz voller Intimität, den Luchino Visconti 1970 in seiner Thomas-Mann-Verfilmung Tod in Venedig verwendete. Am Beginn dieses von Alexander Merzyn, Generalmusikdirektor des Staatstheaters Cottbus, geleiteten Sinfoniekonzertes steht eine Neukomposition von Maximilian Otto. Der gebürtige Chemnitzer, der nach seinem Studium in Dresden und Weimar 2023 als Kapellmeister nach Chemnitz zurückgekehrt ist, wird in den kommenden Jahren Lieblingsorte in seiner Heimatstadt musikalisch im Orchesterklang porträtieren. Wohin er uns für die erste der Uraufführungen mitnimmt? Lassen Sie sich überraschen!
Maximilian Otto Musik für Orchester (AT) (Uraufführung)
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 5 cis-MollQuelle: Die Theater Chemnitz
Termine
- 12.05.2027 19:30 Stadthalle Chemnitz
- 13.05.2027 19:00 Stadthalle Chemnitz