Die charismatische Pianistin Anna Vinnitskaya widmet sich gemeinsam mit der Robert-Schumann-Philharmonie Sergej Prokofjews zweitem Klavierkonzert, das als eines der schwierigsten seiner Art gilt. Bei der Uraufführung 1913 saß der 22-jährige Komponist selbst am Klavier. Das Publikum bestand aus Kurgästen, die sich in der Sommerfrische nahe St. Petersburg der gepflegten Abendunterhaltung hingeben wollten und mit Prokofjews Lust an kühnen musikalischen Neuerungen mehr als überfordert waren. Erst bei einer späteren Aufführung in Paris bekam das Konzert die verdiente Würdigung. Auch Dmitri Schostakowitsch hatte mit seinen zukunftsweisenden Kompositionen nicht immer einen guten Stand in seiner Heimat, was zum Teil ungeachtet der künstlerischen Qualität aus politischen Gründen von Stalins Regime herbeigeführt worden war. Wie sehr sich Schostakowitsch Stalin ausgeliefert fühlte, schwingt in seiner zehnten Sinfonie mit, die er zu schreiben begann, als er vom Tod des Diktators im März 1953 erfuhr. Dieses Sinfoniekonzert wird von der kubanischen Dirigentin Cosette Justo Valdés geleitet, die als aufstrebender Star auf den Konzertbühnen der Welt gilt und derzeit künstlerische und musikalische Leiterin des Vancouver Island Symphony Orchestra ist. Sergej ProkofjewKonzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 16 Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93
Quelle: Die Theater Chemnitz