Das zweite Klavierkonzert des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns entstand innerhalb von nur 17 Tagen und geht auf einen spontanen Auftrag des großen Pianisten und Dirigenten Anton Rubinstein zurück, der für ein Konzert in Paris ein Werk bei seinem Freund bestellte. Rubinstein dirigierte, Saint-Saëns selbst übernahm den Klavierpart. Ungeachtet der Tatsache, dass das Werk mit der furiosen Anfangskadenz, seinem geisterhaften Scherzo und dem stürmischen Finalsatz bei der Uraufführung auf Grund der kurzen Vorbereitungszeit zum Misserfolg geriet, erfreut es sich heute größter Beliebtheit bei Publikum und Pianist:innen gleichermaßen.Die sechste Sinfonie Anton Bruckners nimmt in zweierlei Hinsicht eine Sonderstellung ein. Oft arbeitete der immerzu von Selbstzweifeln geplagte Komponist jahrzehntelang an Revisionen seiner Werke. Die Sechste aber ging ihm in einem Guss von der Hand, fast überrascht nannte Bruckner sie sein „keckstes“ Werk. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass der sonst so religiös verhaftete Komponist, dessen Sinfonien oft wie „Kathedralen“ anmuten, hier ein überraschend unbeschwertes Werk vorlegte, das durch seine ungewohnte Direktheit und Energiegeladenheit besticht und die Wiener Philharmoniker bei einer der ersten Proben so begeisterte, „dass sie heftig applaudierten und einen Tusch machten“. Camille Saint-Saëns Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 22 Anton BrucknerSinfonie Nr. 6 A-Dur
Quelle: Die Theater Chemnitz