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In den Gedichten Meeresstille und Glückliche Fahrt beschreibt Goethe Idylle und Todesangst, Hoffnung und Verzweiflung. Die widersprüchlichen Gesichter des Meeres und ihre Wirkung auf den Menschen regten nicht nur Beethoven, sondern auch den vielgereisten Felix Mendelssohn Bartholdy zu einer Vertonung an, der darüber schrieb: „[Ich] habe das Vergnügen bei der Arbeit gehabt, daß ich klüger geworden bin.“ Henryk Wieniawski war einer der letzten „reisenden Virtuosen“ des 19. Jahrhunderts. Sein berührendes zweites Violinkonzert schrieb der „Zauberer der Geige“ für Pablo de Sarasate, der ihm Freund und Rivale zugleich war. Die Hebräische Rhapsodie Schelomo gehört zur Werkreihe Jüdischer Zyklus, für den sich Ernest Bloch von der Hebräischen Bibel inspirieren ließ. Darin spielt das Solocello die Stimme des „Predigers in der Wüste“, eine prophetische Stimme, deren Zeit noch nicht gekommen ist. Leonard Bernstein fand die Anregung zu seiner ersten Sinfonie in den Klageliedern des Propheten Jeremiah. Er komponierte sie im Alter von 24 Jahren und verhandelt darin, ausgehend von einer persönlichen Glaubenskrise, das Ringen um Wahrheit und Sinn.
Felix Mendelssohn Bartholdy Meeresstille und glückliche Fahrt Ouvertüre D-Dur op. 27
Henryk Wieniawski Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 D-Dur op. 22
Ernest Bloch Schelomo – Hebräische Rhapsodie für Violoncello und Orchester
Leonard Bernstein Sinfonie Nr. 1 JeremiahQuelle: Die Theater Chemnitz
Termine
- 07.10.2026 19:30 Stadthalle Chemnitz
- 08.10.2026 19:00 Stadthalle Chemnitz