• Colette Lumiere

Mit einem sündigen Leben wird oft der Exzess verbunden: das Sich-Verlieren in irdischen Genüssen oder überwältigenden Emotionen; das bewusste Schaden des eigenen Selbst und anderen. Die multimediale, sammlungsübergreifende Ausstellung denkt die sieben Todsünden neu. 

Hochmut, Habgier, Wollust, Neid, Völlerei, Zorn und Trägheit erscheinen hier nicht als Verstöße gegen eine göttliche Ordnung, sondern als Überschreitungen gesellschaftlicher Normen, die seit der Moderne zunehmend ambivalent geworden sind. Ausgangspunkt ist die Kupferstichserie "Die Sieben Todsünden" von Pieter van der Heyden nach Pieter Bruegel dem Älteren. Von hier aus entfaltet sich ein Dialog mit modernen und zeitgenössischen Werken, darunter Arbeiten von Otto Dix, Max Ernst, Claes Oldenburg, Monica Bonvicini und Colette Lumiere. Literatur, Film und Gespräche mit der Stadtgesellschaft befragen den Sündenkatalog im Kontext der Gegenwart.

skd.museum

Quelle: Kulturkalender Dresden

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