Lesung / Vortrag / Gespräch
Alles über … ADHS im Erwachsenenalter Vortragsreihe mit fundierten Einblicken in psychische Erkrankungen
Do | Deutsches Hygiene-Museum Dresden-
- Vortrag in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Klinische Psychologie und behaviorale Neurowissenschaften an der TU Dresden
ADHS endet nicht mit der Kindheit. Viele Erwachsene leben jahrelang mit Symptomen wie Konzentrationsschwierigkeiten, Impulsivität oder innerer Unruhe – ohne Diagnose. Während lange Zeit ADHS als vermeintliche „Kinderkrankheit“ im Erwachsenenalter unterdiagnostiziert blieb mit erheblichem Leidendruck für die Betroffenen, die keine adäquate Hilfe bekamen, ist in den letzten Jahren die öffentliche Aufmerksamkeit für ADHS im Erwachsenenalter stark gestiegen. Das Suchvolumen für den Begriff „ADHS" hat sich laut Google Trends in Deutschland zwischen 2020 und Ende 2024 mehr als verdreifacht. Diese Entwicklung geht mit einer Zunahme an Selbstdiagnosen einher und lässt den Eindruck einer stark wachsenden Erkrankungen entstehen. Stimmt das? Dieser Vortrag zeigt, wie sich ADHS im Erwachsenenalter äußert und diagnostizieren lässt, warum die Erkrankung häufig so spät erkannt wird und welche therapeutischen Strategien im Umgang mit der Erkrankung helfen können.
Zu Gast:
Prof. Dr. Silke Lux, Leitende Psychologin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Bonn
Sie forscht zu geschlechterspezifischen Ausprägungen und multimodalen Therapieansätzen bei ADHS im Erwachsenenalter.
Über die Vortragsreihe:
Alles über... Angst, Depressionen, ADHS im Erwachsenenalter und Schizophrenie
Eine Vortragsreihe in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Klinische Psychologie und behaviorale Neurowissenschaften an der TU DresdenAngststörungen, Depressionen und ADHS gehören nicht nur zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland, sie treten mitunter auch zusammen auf. Mehr als die Hälfte der psychischen Erkrankungen beginnt bereits in der Kindheit, jedoch unterscheiden sich die Symptome bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen deutlich. Eine Folge davon ist, dass etwa Depressionen im Kindesalter selten und häufig erst spät erkannt werden, während umgekehrt viele Fälle von ADHS im Erwachsenenalter unerkannt bleiben, weil dies lange als „Kinderkrankheit“ galt. Hinzu kommt: Etwa 70 Prozent der Erwachsenen mit ADHS leiden zusätzlich unter weiteren psychischen Erkrankungen – am häufigsten unter Angststörungen und Depressionen.
Die vierte Veranstaltung wendet sich der psychischen Erkrankung der Schizophrenie zu. Sie tritt zwar vergleichsweise selten auf, ist jedoch aufgrund ihrer Auswirkungen auf Betroffene, Angehörige und die gesellschaftliche Teilhabe von großer Bedeutung.
In vier jeweils einstündigen Veranstaltungen geben Expertinnen und Experten einen fundierten Einblick in die aktuellen Erkenntnisse über Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten und -erfolge zu diesen vier Erkrankungen.
Alle Termine:
Do 3. September, 19 Uhr
Alles über…DepressionenDo 10. September, 19 Uhr
Alles über…ADHS im Erwachsenenalter
Do 17. September, 19 Uhr
Alles über… Angststörungen
Do 24. September, 19 Uhr
Alles über … Schizophrenie und psychotische StörungenQuelle: Hygiene-MuseumQuelle: Kulturkalender Dresden