Lesung / Vortrag / Gespräch
Alles über … Schizophrenie und psychotische Störungen Vortragsreihe mit fundierten Einblicken in psychische Erkrankungen
Do | Deutsches Hygiene-Museum Dresden-
- Vortrag in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Klinische Psychologie und behaviorale Neurowissenschaften an der TU Dresden
Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung aus dem Spektrum der Psychosen und betrifft ca. 1 % der Bevölkerung. Die Erkrankung kann den Alltag von Betroffenen und Angehörigen erheblich verändern – mit unterschiedlichen Erfahrungen, Herausforderungen, Bewältigungswegen und Verläufen. Oft wird die Diagnose von sozialer Ausgrenzung begleitet, auch bedingt durch weit verbreitete Wissenslücken, Vorurteile und Stigmata in der Öffentlichkeit. Bestimmte Ausprägungen menschlichen Erlebens wie Stimmenhören und wahnhafte Erfahrungen sind häufig bekannt, während andere Symptome wie Antriebslosigkeit, Veränderungen im sozialen Erleben und Konzentrationsschwierigkeiten wenig Beachtung finden. Wissenschaftliche Studien zeigen: Eine frühe Unterstützung und individuell abgestimmte, multimodale Behandlung, zum Beispiel kombinierte Medikation und Psychotherapie, kann die Lebensqualität verbessern und gesellschaftliche Teilhabe fördern. Viele Betroffene betonen zudem Selbstbestimmung und soziale Unterstützung. Der Vortrag bietet einen verständlichen Überblick über die Symptomvielfalt, multifaktorielle Ursachen und aktuelle Behandlungsmöglichkeiten und lädt dazu ein, ein differenziertes Bild dieser Erkrankung zu gewinnen und Menschen mit Schizophrenie empathisch und inklusiv zu begegnen.zu Gast:
PD Dr. Philipp Riedel, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Behaviorale Neurowissenschaften der TU Dresden
Er forscht zur zwischenmenschlichen Interaktion, insbesondere bei Schizophrenie und Schizoaffektiver Störung. Er ist zudem als ärztlicher Psychotherapeut mit Schwerpunkt Kognitive Verhaltenstherapie bei Psychosen klinisch tätig.
Über die Vortragsreihe:
Alles über... Angst, Depressionen, ADHS im Erwachsenenalter und Schizophrenie
Eine Vortragsreihe in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Klinische Psychologie und behaviorale Neurowissenschaften an der TU DresdenAngststörungen, Depressionen und ADHS gehören nicht nur zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland, sie treten mitunter auch zusammen auf. Mehr als die Hälfte der psychischen Erkrankungen beginnt bereits in der Kindheit, jedoch unterscheiden sich die Symptome bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen deutlich. Eine Folge davon ist, dass etwa Depressionen im Kindesalter selten und häufig erst spät erkannt werden, während umgekehrt viele Fälle von ADHS im Erwachsenenalter unerkannt bleiben, weil dies lange als „Kinderkrankheit“ galt. Hinzu kommt: Etwa 70 Prozent der Erwachsenen mit ADHS leiden zusätzlich unter weiteren psychischen Erkrankungen – am häufigsten unter Angststörungen und Depressionen.
Die vierte Veranstaltung wendet sich der psychischen Erkrankung der Schizophrenie zu. Sie tritt zwar vergleichsweise selten auf, ist jedoch aufgrund ihrer Auswirkungen auf Betroffene, Angehörige und die gesellschaftliche Teilhabe von großer Bedeutung.
In vier jeweils einstündigen Veranstaltungen geben Expertinnen und Experten einen fundierten Einblick in die aktuellen Erkenntnisse über Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten und -erfolge zu diesen vier Erkrankungen.
Alle Termine:
Do 3. September, 19 Uhr
Alles über…DepressionenDo 10. September, 19 Uhr
Alles über…ADHS im Erwachsenenalter
Do 17. September, 19 Uhr
Alles über… Angststörungen
Do 24. September, 19 Uhr
Alles über … Schizophrenie und psychotische StörungenQuelle: Hygiene-MuseumQuelle: Kulturkalender Dresden