Kunstgespräch mit Holger Birkholz, Konservator Albertinum
Beethovens Oper „Fidelio“ ist von großer Bedeutung für die Befreiungskriege und dann im zweiten Zug für die Restauration, auch durch die Gefängnisszene. Im Gedenken an die Leipziger Völkerschlacht führt Carl Maria von Weber 1823 den „Fidelio“ erneut in Dresden auf. Inzwischen haben sich die politischen Verhältnisse im Zuge der Restauration und der Demagogenverfolgung verändert und die Oper bekommt dadurch eine erweitere Bedeutung. Mit ihren Darstellungen von Gefängnissen beziehen sich Carl Gustav Carus und Caspar David Friedrich auf Beethovens Oper in diesen neuen politischen Kontexten (Carus „Gefängnisfenster“, 1823, Nationalgallery London, und Friedrichs „Toreingang in Meißen“, 1827, Albertinum).
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Quelle: Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Quelle: Kulturkalender Dresden