Liebe in Zeiten von Künstlicher Intelligenz
Marko ist nicht nur beruflich ein echter Verlierertyp. Der 40-jährige trauert seiner großen Liebe Maria nach, die ihn verließ, weil er ihr kein Kind schenken wollte. In seiner Einsamkeit bewirbt er sich als Tester für eine Puppe, die von einer realen Frau nicht mehr zu unterscheiden sein soll und darauf programmiert ist, den Mann glücklich zu machen. Sex, Kochen, Abwasch, Small-Talk. Alles könnte so schön sein. Doch die Puppe wurde von einer Wissenschaftlerin konstruiert, die sich von ihrem Mann scheiden ließ und dem Androiden einige ihrer eigenen Ansichten über Mann-Frau-Beziehungen mitgab. So wird die Puppe zu Markos Therapeutin. Wobei am Ende Fragen bleiben wie: „Wer therapiert hier eigentlich wen?“, „Wie menschlich kann eine Maschine werden?“ oder „Sind wir Menschen auch programmiert?“. Eine Komödie über Künstliche Intelligenz, Rollenbilder und Klischees, die zeigt, das nichts über wahre, warme, menschliche Liebe mit all ihren Emotionen geht.
Miro Gavran ist der meist gespielte, zeitgenössische kroatische Autor. Seine Theaterstücke feierten über 300 Premieren weltweit und wurden in circa 40 Sprachen übersetzt. In Osteuropa gibt es eigens für seine Werke das GAVRANFEST (seit 2016 in Prag), zu dem Inszenierungen seiner Stücke eingeladen werden. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Die Puppe wurde bisher u.a. in den USA, Kroatien, Tschechien, Serbien, Ungarn, Indien, Dänemark und Australien gespielt.
Quelle: Hoftheater Dresden
Quelle: Kulturkalender Dresden