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Entdeckungen

FILM: „Fünf Tage – Fünf Nächte" Der Mythos von der Rettung der Dresdner Galeriebilder durch die Rote Armee

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Gemäldegalerie Alte Meister im Zwinger Dresden - Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Ein Filmabend anlässlich 70 Jahre Wiedereröffnung der Dresdner Gemäldegalerie 1956 Als die Trophäenbrigaden der Roten Armee ab Mitte 1945 die kostbarsten Bestandsgruppen der Dresdner Museen abtransportierten (darunter Raffaels „Sixtinische Madonna“ und Correggios Altartafeln), war nicht geplant, sie je wieder zurückzugeben. Doch nur ein Jahrzehnt später hatte sich die strategische Bewertung der Situation in der Sowjetunion aus mehreren Gründen ins Gegenteil verkehrt. Nun sollte der Abtransport nur vorübergehend gewesen sein und der Rettung der Werke vor drohender Vernichtung gedient haben. Um dieses Narrativ in Geltung zu setzen, war die Überschreibung der früheren Realitäten durch die Rettungslegende notwendig, was in der DDR und insbesondere in Dresden verblüffend unwidersprochen gelang und bis heute nachwirkt. Dabei kommt dem Film „Fünf Tage – Fünf Nächte“ eine Schlüsselrolle zu. Er ist somit nicht nur von filmhistorischem Interesse, denn er visualisiert den Mythos von der Rettung der Bilder pathetisch überhöht, dramatisch und szenisch eindrucksvoll. Mit Einführung und anschließendem Gespräch Spielfilm, Sowjetunion/ DDR 1961, 1 Std. 43 Min., Regie: Lev Arnshtam, Anatolij Golowanow, Heinz Thiel
Quelle: Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Quelle: Kulturkalender Dresden
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