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Juden galten lange als „das wichtigste Geheimnis der Sowjetunion“: Unsichtbar und zugleich von Mythen umgeben. Während manche ihnen heimlichen Einfluss bis in die höchsten Machtzentren zuschrieben, suchten andere in Literatur, Musik und Film nach versteckten jüdischen Spuren. Doch was bedeutete es tatsächlich, als Jude oder Jüdin in der Sowjetunion zu leben? Wie blieb eine jüdische Identität bestehen, wenn Religion, Sprache und Traditionen weitgehend verloren gegangen waren? Die Kulturkritikerin und Journalistin Anna Narinskaya begibt sich auf eine persönliche Spurensuche. In Gesprächen mit Zeitzeug*innen, Freund*innen, Verwandten und Wissenschaftler*innen erkundet sie die verborgene Geschichte des sowjetischen Judentums – und stößt auf überraschende Widersprüche zwischen Erinnerung, Realität und Legende.
Quelle: Hellerau Europäisches Zentrum der KünsteQuelle: Kulturkalender Dresden