In einer gnadenlosen Spielshow treten die Kandidaten gegeneinander an. Ihre Aufgabe klingt einfach – ist aber vielleicht die schwerste überhaupt: Sie müssen lernen, ihre eigenen Vorstellungen von Männlichkeit zu überwinden. Denn am Ende entscheidet sich nicht nur, wer gewinnt. Es entscheidet sich, ob unsere Welt, wie wir sie kennen, noch eine Chance hat. Wer schafft es, die alten Muster hinter sich zu lassen? Wer hält krampfhaft an ihnen fest? Und was passiert, wenn der größte Gegner gar nicht der Mitspieler ist, sondern das eigene Rollenbild? Inspiriert von den Analysen des Kulturwissenschaftlers Klaus Theweleits begeben sich die Lovefuckers auf eine Spurensuche nach den Ursprüngen destruktiver Männlichkeit. Warum erscheint Härte oft attraktiver als Verletzlichkeit? Weshalb wird Fürsorge noch immer als Schwäche gelesen? Und warum fällt es manchen so schwer, auf den Zug aufzuspringen, der unsere Zukunft retten könnte – den des Feminismus?
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Mit scharfem Witz, virtuosem Puppenspiel und überraschenden Wendungen verbinden die Lovefuckers philosophische Fragen mit der Dynamik einer Gameshow. Das Publikum wird Zeuge eines Wettkampfs, in dem es nicht um Stärke, Geld oder Ruhm geht, sondern um die Fähigkeit, sich zu verändern. Denn der Einsatz ist hoch: Wer an destruktiven Männlichkeitsphantasien festhält, fliegt. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Lovefuckers sind Anna Menzel, Ivana Sajević und Annemie Twardawa. Auf der Spur von Grenzgänger*innen, Outlaws und Revolutionen mischen sie Pop mit Puppen, Performance und Projektionen. Seit ihrer Gründung 2009 in Berlin haben sie es sich zum Ziel gesetzt, auch im Abgrund, wo alles krankt, noch nach Liebe zu suchen, um dem ganzen Dreck ein bisschen Glanz zu verleihen.Quelle: SocietätstheaterQuelle: Kulturkalender Dresden
Termine
- 13.11.2026 20:00 Societaetstheater Dresden
- 14.11.2026 20:00 Societaetstheater Dresden