Bühne
I shot a Pop Star oder wie ich versuchte, das Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer umzusetzen nach Valerie Solanas
Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus-
Die Amerikanerin Valerie Solanas bekam früh in ihrem Leben die ganze Härte einer frauenverachtenden Gesellschaft zu spüren. In ihrer Kindheit und Jugend vom Vater missbraucht und geschwängert, gebar sie ein Kind, das von ihrer Mutter großgezogen wurde. Der Verkauf ihres zweiten Kindes, da war sie gerade 15 Jahre alt, sollte dann das Studium der talentierten jungen Frau finanzieren. Doch auch während jener Lehrjahre erlebte sie den Ausschluss gleichberechtigter Teilhabe in einem männerdominierten Milieu. In Solanas wächst eine schriftstellerische Kraft heran, ein künstlerischer Befreiungsschlag aus extremen Lebensbedingungen. Ihre Texte lassen sich nicht glätten, ihr Anspruch an die Kunst ist kompromisslos. So stellt sie der queeren Szene New Yorks Ende der 60er Jahre ihr berühmt-berüchtigtes S.C.U.M.-Manifest vor, mit dem sie Frauen auffordert, das Geldsystem abzuschaffen, Regierungen zu stürzen und das männliche Geschlecht zu eliminieren. Und wieder beißt Solanas auf patriarchalen Granit: diesmal auf den des Künstlers Andy Warhol, auf den sie kurze Zeit später schießt und die Gewalt als anthropologische Konstante fortschreibt.
Quelle: Staatsschauspiel DresdenQuelle: Kulturkalender Dresden
Termine
- 06.09.2026 19:30 Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus
- 09.09.2026 19:30 Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus
- 26.09.2026 20:00 Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus
- 11.10.2026 19:30 Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus
- 17.10.2026 20:00 Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus