Lesung / Vortrag / Gespräch
Im System der Nächstenliebe. Die stille Revolution von Diakonie und Caritas im Osten Buchpräsentation und Gespräch zu zwei Neuerscheinungen
Mo | Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden-
Wie haben Diakonie und Caritas in Ostdeutschland die Zeit der DDR, die Umbrüche von 1989/90 und die Transformationsprozesse danach erlebt und gestaltet? Und welche Rolle spielten kirchliche Räume für Menschen, die sich dem SED-Staat widersetzten, Fragen stellten und damit zu „Unruhestiftern“ wurden?
Wir laden Sie herzlich zu einem Abend mit Autorinnen, Autoren und Herausgebern zweier Bücher aus der Reihe „Kirchliche Praxis in der DDR – Forschungen“ ein:
„Diakonie und Caritas in Ostdeutschland vor und nach 1990. Potenziale für Ost und West“„Unruhestifter in Staat und Kirche. Lernen von den Gruppen der DDR-Opposition?“
Beide Bände richten den Blick auf Erfahrungen, die für die Gegenwart überraschend aktuell sind. Der erste Band fragt nach den Veränderungen von Diakonie und Caritas in der DDR und in den Nachwendejahren sowie nach ihren Potenzialen für Kirche und Gesellschaft heute. Der zweite Band nimmt oppositionelle Gruppen in der DDR in den Blick: Gruppen, die der SED-Staat als Bedrohung empfand und die auch innerhalb der Kirche als zu politisch, zu radikal oder zu wenig fromm kritisiert wurden.
Der Abend möchte nicht nur Geschichte vorstellen, sondern zur Auseinandersetzung einladen: mit der Geschichte unserer Einrichtungen und Arbeitsfelder, mit ostdeutschen Erfahrungen und mit den Potenzialen, die in ihnen für aktuelle Transformationsprozesse liegen.
Der besondere Veranstaltungsort, die Gedenkstätte Bautzner Straße, bietet einen besonderen Rahmen für Buchvorstellung und Gespräch und kann vor der Veranstaltung mit einer Kurzführung besichtigt werden.
Seien Sie dabei. Dieser Abend bietet Raum für Begegnung, Erinnerung und die gemeinsame Frage, wie Transformation verantwortlich gestaltet werden kann. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und auf das Gespräch mit Ihnen.Programm und Gäste:
Warum mussten diese Bücher geschrieben werden?
Gespräch mit Ilse Junkermann, ehemalige Landesbischöfin der Ev. Kirche in Mitteldeutschland, Herausgeberin und ehemalige
Leiterin der Forschungsstelle „Kirchliche Praxis in der DDR. Kirche (sein) in Diktatur und Minderheit“Diakonie und Caritas in der DDR: Arbeitsschwerpunkte, Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Gespräch mit Bettina Westfeld, Historikerin, Autorin und Herausgeberin sowie Präsidentin der 28. Landessynode der EvangelischLutherischen Landeskirche Sachsens sowie Dr. Martin Fischer, Kirchenhistoriker, Autor und Herausgeber sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle der Kommission für Zeitgeschichte in BonnOstdeutsche Erfahrungen und Ressourcen für heutige Transformationen
Gespräch mit Prälat Hellmut Puschmann (angefragt), ehemaliger Direktor der Caritas in der DDR und von 1991-2003 Direktor der Caritas DeutschlandWarum müssen diese Bücher gelesen werden?
Gespräch mit Prof. Dr. Markus Schmidt, Professor für Praktische Theologie und Diakoniewissenschaft und Rektor an der Hochschule für Diakonie in Bielefeld-BethelEine Kooperationsveranstaltung mit der Diakonie Dresden und dem Caritasverband Dresden
Quelle: Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden
Quelle: Kulturkalender Dresden