• Grabstätte Nieritz

Lehrer, Bezirksschuldirektor, Schriftsteller
Karl Gustav Nieritz ( (2.7.1795-1876) ) schlug zunächst die Lehrerlaufbahn ein, indem er den Fußstapfen seines Vaters folgte, der Schulleiter in Dresden-Neustadt war. Er war Oberlehrer an der Polizeischule in der Großen Meißner Gasse und ab 1841 Direktor der Bezirksschule Dresden-Antonstadt.

Erst spät widmete er sich dem Schreiben, wurde aber dank seiner Phantasie und seines Erzähltalentes schnell berühmt. 1830 erschien die Erzählung Das Pomeranzenbäumchen in der von Ferdinand Philippi herausgegebenen Dresdner Zeitschrift Merkur. Es folgten zahlreiche Jugendbücher, die in die meisten europäischen Sprachen übersetzt wurden und dadurch weite Verbreitung fanden. Außerdem schuf er für die Volkskalender von Trewendt und Steffens zahlreiche volkstümliche Erzählungen.

Nieritz gehörte zweifellos zu den sehr erfolgreichen Dresdner Schriftstellern seiner Zeit. Ein eindrucksvolles und sehr persönliches Bild zeichnet er in seiner 1872 in Leipzig erschienenen Selbstbiografie. Die Stadt Dresden ehrte ihren schöpferischen Sohn mit der Aufstellung eines Denkmals (Marmorbüste von Gustav Adolf Kietz).

In ihrer Lesung am Grab von Nieritz auf dem Inneren Neustädter Friedhof macht die bekannte Schriftstellerin Uta Hauthal die Zuhörer vor allem mit der Selbstbiografie des Schriftstellers und Pädagogen bekannt und stellt einige der bekanntesten Jugendschriften Nieritz‘ vor.

Quelle: Kulturkalender Dresden
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