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Nachdem sich die griechische Choreografin Lenio Kaklea mit „Αγρίμι“ (Fauve) in die Wälder vertieft hatte, richtet sie ihre Aufmerksamkeit nun in den Himmel. Zwei literarische Werke inspirierten Lenio Kakleas neueste Kreation: „Die Vögel“ von Aristophanes – zwei Menschen, verzweifelt an Krieg und Korruption, verlassen Athen auf der Suche nach einer idealen Welt – und „Les Guérillères“ von Monique Wittig, welches die hybriden Körper weiblicher Kämpferinnen beschreibt.
Wie würde ein choreografisches Werk aussehen, das den Vogel nicht als Objekt der Untersuchung oder Inspiration betrachtet, sondern die Dinge aus dessen Perspektive betrachtet? Lenio Kaklea und ihre fliegenden Tänzer*innen nehmen uns mit auf eine Reise durch Raum und Zeit, wie Zugvögel, die Landesgrenzen überschreiten. Sind diese sich bewegenden Körper halb Mensch oder halb Vogel?
Das Stück basiert auf bioakustischen Aufnahmen, die Thierry Aubin für CNRS, Frankreichs größte staatliche Forschungsorganisation, eingefangen hat, und schafft so eine natürliche Klanglandschaft aus Vogelgesang, die das Publikum in eine hybride Welt eintauchen lässt. Aus der Vogelperspektive wirft sie einen scharfen Blick auf unsere Gesellschaft – eine Gesellschaft, in der sich Identität, Sichtbarkeit und Macht ständig verschieben. Lenio Kaklea schafft eine kraftvolle, visuelle Tanzperformance, die Körper und Ökologie mit der Welt verbindet, in der wir leben.
Quelle: Hellerau Europäisches Zentrum der KünsteQuelle: Kulturkalender Dresden
Termine
- 27.08.2026 20:00 HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden
- 28.08.2026 20:00 HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden
- 29.08.2026 20:00 HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden