• Japanisches Palais
Musikinstrumente werden in der Regel als materielle Güter einer Kultur betrachtet. Sie werden als Werkzeuge gesehen, als Werkzeuge zur Gestaltung von Musik. Unter kultur-anthropologischer Perspektive sind sie aber viel mehr als das. Musikinstrumente haben eine eigene Geschichte, sie unterliegen kulturellem Wandel und besitzen ein eigenes soziales Leben und sind damit integraler Bestandteil von Kultur. In diesem Vortrag soll ihre Bedeutung als lebendige Elemente einer Kultur und daraus resultierende Wechselwirkungen zwischen Klangästhetik, kulturellen Rahmenbedingungen und Instrumentenbau am Beispiel des Baus der nordindischen Langhalslaute Sitar erläu¬tert werden. So soll der Begriff soziales Leben in Bezug auf Musikinstrumente zu einer veränderten Perspektive in der Betrachtung von Musikinstrumenten und damit schließlich von Musik führen. Prof. Koch ist seit Oktober 2025 Direktor der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen (SES). Er ist außerplanmäßiger Professor für Musikethnologie an der Universität zu Köln, Honorarprofessor an der Universität der Künste Berlin und Honorar-professor an der Humboldt Universität Berlin.
Quelle: Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Quelle: Kulturkalender Dresden

Termine

Zurück