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Führungen

Stadtrundgang zur Geschichte der Prostitution Anmeldung bis 1. Juni erforderlich

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Altmarkt Dresden

Anlässlich des Welthurentages am Dienstag, 2. Juni 2026, lädt das Amt für Gesundheit und Prävention zu einem Stadtrundgang zur Geschichte der Prostitution in der Dresdner Altstadt ein. Beginn ist 18.30 Uhr. Treffpunkt ist ab 18 Uhr am Altmarkt, Ecke Kreuzkirche.
Stadtführerin Anneke Müller gibt Einblicke in die Geschichte der Sexarbeit in Dresden und berichtet über historische Orte und Personen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung bis Montag, 1. Juni 2026, per E-Mail an gesundheitsamt-prostschg@dresden.de gebeten.

Zum Welthurentag wird über das Thema Prostitution heftig diskutiert, unter anderem um das sogenannte „Sexkaufverbot“. Dabei sollen Personen bestraft werden, die sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
Das Amt für Gesundheit und Prävention weist darauf hin, dass es noch nie eine prostitutionsfreie Gesellschaft gegeben hat. Auch Verbote, die es in jüngster Zeit gab, erreichten nicht, dass es Prostitution nicht mehr gibt, sondern, dass diese häufig in die Illegalität verdrängt wird. Dadurch sinkt der Schutz für Menschen, die in der Prostitution tätig sind.

Dr. Matthias Stiehler, Leiter des Sachgebietes Sexuelle Gesundheit: „Da wir als Amt für Gesundheit und Prävention in Dresden die Aufgabe haben, gesundheitliche Hilfen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter anzubieten, sprechen wir uns für klare Regelungen, aber gegen ein Verbot von Prostitution aus, das faktisch auch ein sogenanntes ‚Sexkaufverbot‘ bedeuten würde.“

Das Amt für Gesundheit und Prävention bietet Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern gesundheitliche Beratung und Unterstützung an. Die Beratungsstelle für Aids und sexuell übertragbare Infektionen informiert zu gesundheitlichen Fragen rund um die Sexarbeit. Außerdem können dort kostenlose und anonyme Tests auf sexuell übertragbare Infektionen durchgeführt werden.

Auch bei der Anmeldung einer Tätigkeit in der Prostitution ist eine gesundheitliche Beratung im Gesundheitsamt vorgeschrieben. Diese Beratung ist ebenfalls kostenfrei und anonym möglich.

Quelle: Kulturkalender Dresden
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