Entdeckungen
Stimmen der Geschichte Nancy Spero (1926–2009) zum 100. Geburtstag
Sa | HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden-
1998 realisierte die US-amerikanische Künstlerin Nancy Spero mehrere Interventionen im und um das Festspielhaus Hellerau. Durch einen Glücksfall blieb ihre Installation im Seitenstudio, heute: Nancy-Spero-Saal, erhalten. Aus Anlass des 100. Geburtstags von Spero (26.08.2026) laden wir Sie zu einer besonderen Begegnung mit ihrem Werk ein. In einer zweistündigen Führung gibt die Kunsthistorikerin Susanne Altmann, Weggefährtin und Expertin für Speros Schaffen, Einblicke in deren Leben und Wirken. Gemeinsam mit Wanda (Claudia) Reichardt lud die Dresdner Kuratorin damals Nancy Spero und ihren Ehemann, den Maler Leon Golub nach Dresden ein.
Als Pionierin feministischer Kunst hat Nancy Speros Stimme noch heute enormes Gewicht. Ihre engagierten, oft politischen Bildwelten formulierte sie in einer innovativen Drucktechnik, bei der Schablonen und Stempel zum Einsatz kamen. Dabei verwendete sie ab etwa 1974 ausschließlich weibliche Gestalten aus allen Epochen der Kulturgeschichte. Entdecken Sie Nancy Speros bildnerische Statements gegen Krieg, Gewalt und Unterdrückung aus nächster Nähe und erfahren Sie mehr über die Rolle der Künstlerin im Spannungsfeld von Performance, Avantgarde und feministischer Praxis.Wir zeigen zudem exklusiv den ca. 20-minütigen Dokumentarfilm „Rhythm of Time“ (2001), den Susanne Altmann (gemeinsam mit Regine Hempel) in HELLERAU und New York drehte. Hier geht es nicht nur um die Entstehung des Projekts im Festspielhaus, sondern auch um die lebenslange Zusammenarbeit des Künstler*innenpaars Nancy Spero und Leon Golub (1922-2004).
Quelle: Hellerau Europäisches Zentrum der KünsteQuelle: Kulturkalender Dresden