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Die neue Ausstellungsreihe erkundet das Verhältnis von Künstlerinnen und Künstlern zu ihrer Stadt, von persönlichen Blicken („Meine“) über gesellschaftliche Perspektiven („Deine“) bis hin zu kollektiven urbanen Narrativen („Unsere“). Alle Ausstellungen tragen Titel, die auf der Seite www.what3words.com generiert wurden. Diese Titel verweisen jeweils auf konkrete Dresdner Orte und schaffen so eine spielerische Verbindung zwischen Kunst, Stadtraum und Publikum.
Die erste Ausstellung widmet sich der Grafik und zeigt Werke von Sebastian Bestier, Alexandra Kaufhold, Michael Kral, Katharina Probst, Anastasia Schneider, Oskar Staudinger, Chris Wagner und Nadine Wölk. Der titelgebende Drei-Wort-Code „ersatz.kostbar.bleistift“ führt direkt zum Dresdner Kupferstichkabinett, einem unerschöpflichen Schatz grafischer Arbeiten aus vielen Jahrhunderten Sammlungstätigkeit und Inspirationsquell für alle grafisch arbeitenden Künstler dieser Stadt.
Zu den einzelnen künstlerischen Positionen:
Sebastian Bestier: In meinen Arbeiten beschäftige ich mich mit dem vorgefundenen Gestein der Stadt. Aus barocken Strukturen fragmentarisch gewachsen, wird es mittels grafischer Techniken in eine zeitgenössische Formensprache gebracht.
Alexandra Kaufhold: Ich arbeite mit Perspektivwechseln von Nah und Fern, von Groß und Klein sowie von Detail- und Gesamtansicht. Es ist wie ein dialektisches Spiel von Chaos und Ordnung. Das Motiv des Werdens und Vergehens ist in meinen Werken gleichermaßen präsent, wie es auch in der Natur zu beobachten ist.
Michael Kral: Ich zeichne mit Kohle, Bleistift oder Kreide direkt vor Ort: die Lieblingsorte meiner Heimatstadt. Feinstrichige Schraffuren und Strukturen machen diese Orte zu lebendigen Räumen, in deren Tiefe der Betrachter seinen Blick versenken und dem Geist der Stadt nachspüren kann.
Katharina Probst: In meinen Zeichnungen verwebe ich Wirklichkeit mit Erfundenem, Erlebtes mit Geträumten. Die Arbeiten für diese Ausstellung setzen sich spielerisch mit verschiedenen Dresdner Besonderheiten auseinander.
Anastasia Schneider: Dresden ist für mich ein Ort der Widersprüche. Verkörpert werden die verschiedenen antagonistischen Perspektiven zeichnerisch durch zwei Personen, die miteinander im Konflikt stehen, unsicher, in welche Richtung sich der Konflikt entwickelt. Doch letztendlich entsteht aus dem Gefecht etwas Neues, Robustes.
Oskar Staudinger: Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert gab es auch in Dresden Hexenprozesse. Diese historische Realität bildet den Ausgangspunkt meiner Werkgruppe „Dreimal drei Bilder“. In diesen Zeichnungen setze ich mich mit den Mechanismen von Ausgrenzung, Angst und gesellschaftlicher Zuschreibung auseinander, die den Verfolgungen zugrunde lagen.
Chris Wagner: Als Künstler nutze ich unterschiedliche Orte der Stadt als temporäres Atelier. Meine Bildsprache entwickelt sich dabei aus Fragmenten verschiedener Eindrücke und Beobachtungen, meiner Erinnerungen und der Atmosphäre des öffentlichen Raums, denen ich im unmittelbaren Erleben begegne.
Nadine Wölk: Meine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Erinnerung, Wahrnehmung und innerem Bild. Sie verdichten flüchtige Momente zu zeitlosen Zuständen und öffnen Räume für individuelle Assoziationen. So werden jene verborgenen Schichten sichtbar, die das Gemeinsame im Individuellen aufscheinen lassen.
Zur Künstlergruppe
Die erst im Frühjahr 2026 gegründete freie und offene Künstlergruppe „Neue Nischen“ nimmt im Namen bewusst Bezug auf die 2018 aufgelöste Dresdner Künstlergruppe „12 Nischen“. Unter deren Gründer und Leiter Walter Battisti (1968–2018) hatte diese ebenso freie und offene Künstlergruppe in den Jahren 2011 und 2018 Konzepte für zwei Ausstellungsreihen in der Galerie 2. Stock erfolgreich umgesetzt. Dieser Intention folgend, gründeten Alexandra Kaufhold und Conny Köckritz die Gruppe neu und entwickelten das Konzept für die neue vierteilige Jahresreihe „Meine, Deine – Unsere Stadt“. In dieser von ihnen gemeinsam kuratierten Ausstellungsreihe werden künstlerische Innen- und Außensichten in ihrer unmittelbaren Verschränkung sowie in ihrer Vielfältigkeit gezeigt.
Geöffnet ist die Ausstellung im Kulturrathaus montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr, außer an Feiertagen. Der Eintritt ist frei.
quelle: dresden.de
Quelle: Kulturkalender Dresden -
Geöffnet ist die Galerie montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr.
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Der Eintritt ist frei