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Die russisch-deutsche Autorin Olga Martynova ist Dresdner Stadtschreiberin im Jahr 2026. Die vielfach prämierte Autorin wird in einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe über ihre Essays, Gedichte und Romane sprechen. Zum Auftakt der Reihe ist sie Gast in der Sächsischen Akademie der Künste und wird ihren Essayband »Über die Dummheit der Stunde« näher vorstellen. Darin geht es um Herkunft und Heimat, aber auch um die Freiheit, sich geforderten Festlegungen zu entziehen. Ihre Essays führen in die magische Welt der Literatur, deren Aufgabe es ist, »das, was wir intuitiv wissen, wörtlich zu fassen.«
Das Gespräch mit Olga Martynowa moderiert der Schriftsteller Marcel Beyer. Die Texte liest der Schriftsteller und Übersetzer und Sohn der Autorin, Daniel Jurjew.
Olga Martynova wurde 1962 in der Region Krasnojarsk geboren, wuchs in Leningrad auf, wo sie russische Sprache und Literatur studierte. 1990 kam sie im Zuge eines Literaturaustausches nach Berlin und lebt seither in Deutschland. Olga Martynova schreibt Romane, Gedichte und Essays, arbeitet als Übersetzerin und Herausgeberin und ist für Zeitungen wie die Neue Zürcher Zeitung, Die Zeit und die Frankfurter Rundschau tätig.
Für ihre Romane erhielt sie zahlreiche Preise: »Sogar Papageien überleben uns« (2010, für den Deutschen Buchpreis nominiert), »Mörikes Schlüsselbein (2013, Auszug: Ingeborg-Bachmann-Preis 2012, für den ganzen Roman: Berliner Literaturpreis 2015) und »Der Engelherd (2016, u. a. gewürdigt mit dem Rompreis Villa Massimo). Olga Martynova lebt in Frankfurt am Main.Quelle: Sächsische Akademie der Künste
Quelle: Kulturkalender Dresden